– Federung
9 Tipps für den korrekten Einbau der Luftfederung

Für den Austausch der Luftfederung ist präzises Arbeiten gefragt. Wir geben hilfreiche Hinweise dazu, um den Fahrkomfort des Autos wiederherzustellen.

Leuchtet einer dieser Warnleuchten auf?

Dann besteht möglicherweise ein Problem mit dem Luftfederungssystem des Fahrzeugs. Dies merkt der Autofahrer vor allem, wenn sein Fahrzeug nicht genügend ausbalanciert ist. Denn Luftfedern sowie Federbeine gehören aufgrund Ihrer Gummikomponenten zu den Verschleissteilen im Auto. Das Ersetzen der Luftfederung ist generell nach sechs bis zehn Jahren fällig.

Arnott hat für Sie 9 Punkte aufgezählt, die Sie beim Austausch besonders beachten müssen.

1. Vor dem Start: Sicherheitsmassnahmen treffen

Aus Sicherheitsgründen wird das Tragen von Schutzbrille, Handschuhen und Gehörschutz dringend empfohlen. Denn der Druck in einem Luftfederungssystem kann bis zu 18 bar betragen. Stellen Sie vor dem Lösen von Schläuchen und dem Trennen von Komponenten unbedingt sicher, dass der Druck im System abgebaut (siehe Punkt 3) und dass die Stromversorgung des Kompressors unterbrochen ist .

Bei der Montage einer neuen Komponente der Luftfederung ist es genauso wichtig, die entsprechenden Sicherheitsregeln zu befolgen. Dies beinhaltet die Verwendung von zugelassenen Hebevorrichtungen, das Fixieren des Fahrzeugs und das Isolieren bzw. Trennen von gespeicherten Energien (Stromversorgung, Druck), um Verletzungen und Sachschäden zu verhindern.

2. Sichtprüfung des Luftfederungssystems ausführen

Falls ein Fahrzeug über Nacht um mehr als 2,5 cm absinkt, liegt ein Leck im System vor. Für die Lecksuche genügt oft ein Wasser- und Seifenspray. Falls eine Ecke des Fahrzeugs tiefer steht oder das Auto nicht nivelliert ist, kann dies auch an einem defekten Ventilblock liegen.

Ein durchgebrannter Kompressor kann anhand von Geruch und/oder Farbe seines Metallgehäuses erkannt werden. Braun verfärbte Aufkleber am Kompressor sind ebenfalls deutliche Anzeichen.

3. Druck im System abbauen

Der Druckabbau im System kann entweder an der Kompressor- oder der Luftbalgseite erfolgen. Lösen Sie niemals Luftanschlüsse abrupt, sondern langsam und schrittweise. Je nach Fahrzeugmodell müssen Sie ein Diagnosegerät zu Hilfe nehmen, um die Magnetventile zur Druckentlastung der Luftbälge zu aktivieren. Prüfen Sie darum, ob die Luftfeder über einen Steckverbinder verfügt.

4. Fahrzeug korrekt aufbocken

Prüfen Sie, ob das Fahrzeug einen speziellen "Wagenheber-Modus" besitzt und verwenden Sie diesen für das Hochheben des Autos. So verhindern Sie, dass die Luft beim Aufbocken des Fahrzeugs aus dem Luftbalg gesaugt wird. Andernfalls können Sie das Fahrzeug ohne weitere Vorsichtsmassnahmen aufbocken. Einige Systeme erkennen sogar automatisch, wenn das Fahrzeug angehoben wird, und halten einen Mindestdruck in den Luftfedern aufrecht.

5. Fachgerechter Druckaufbau im System

Senken Sie niemals das Auto mit der Hebebühne komplett ab, solange das Luftfederungssystem noch keinen Druck aufweist. Die Luftfeder könnte sich falsch falten, wodurch sich der Crimping- oder Fassungsring lösen kann.

Zweitens sollten die Luftfedern so montiert werden, wie sie in der Verpackung gekommen sind. Das heisst, sie sollten nicht gedehnt oder unter Vordruck gesetzt werden, um die Installation zu erleichtern. Anderenfalls könnten sie sich während des Aufpumpens falsch ausfalten, wodurch Schäden drohen.

6. Festziehen von VOSS-Kupplungen

VOSS-Kupplungen müssen in der Regel nicht festgezogen werden. Wird dies nicht beachtet, können Sie das Gewinde beschädigen, wodurch Luftleckagen die Folge wären. Beachten Sie zudem die Drehmomentvorgaben des Herstellers.

7. Ursache des Defekts ermitteln

Üblicherweise ist der Kompressor nicht die eigentliche Ursache für Störungen im Luftfederungssystem, sondern eine zunehmende Belastung durch Luftleckagen in anderen Bauteilen. Daher ist die richtige Diagnose von entscheidender Bedeutung. Überprüfen Sie alle Leitungen, Anschlüsse und Luftfedern auf Undichtigkeiten, nachdem der Kompressor wieder funktioniert.

Tauschen Sie beim Einbau eines Kompressors auch immer das Relais aus. Es besteht nämlich durchaus das Risiko, dass das alte Relais festklemmt, wodurch der neue Kompressor ständig Luft pumpen würde. Dies würde letztendlich zu einem weiteren durchgebrannten Kompressor führen.

8. Prüfen Sie Luftfederbeine und Stossdämpfer

Kontrollieren Sie beim Austausch einer undichten Luftfeder das Luftfederbein bzw. den Stoßdämpfer sorgfältig auf Funktion und Ölleckage. Öl greift den Gummi des Luftbalgs an und senkt die Lebensdauer des Teils drastisch. Zweitens: Wenn der Stoßdämpfer seine Aufgabe nicht mehr richtig erfüllt, ist die Luftfeder den Fahrbahnstössen voll ausgesetzt, was zu vorzeitigem Verschleiss und Schäden führt.

9. Nach dem Austausch: Diagnosegeräte einsetzen und Software-Updates ausführen

Stellen Sie nach der Probefahrt sicher, dass keine Fehlercodes mehr bestehen. Es wird empfohlen, die Parameter des Höhensensors mit einem Diagnosegerät zu überprüfen und gegebenenfalls notwendige Einstellungen vorzunehmen. Dadurch wird die richtige Höhe an jeder Fahrzeugecke sichergestellt, sodass das System beim Fahren korrekt auf Eingangssignale reagieren kann. Führen Sie nach Austausch von Stossdämpfern oder Federbeinen stets eine Achsvermessung durch.

Führen Sie auch ein Software-Update durch, wenn dies vom Hersteller verlangt wird. Anderenfalls kann der Kompressor nicht ordnungsgemäss arbeiten. Infolgedessen könnte es zu Fehlfunktionen oder Durchbrennen des Kompressors kommen.

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Arnott

Seit 1989 gilt Arnott® Air Suspension Products auf dem Nachrüstmarkt als renommierter Branchenführer bei Luftfederungsteilen und -zubehör für Premium-Pkw, Pickups und SUVs. Und das nicht umsonst, denn Arnott punktet auf dem globalen Nachrüstmarkt mit unübertroffen Innovationen.
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